| Das Wissen vom Weben und Umgarnen
Text kommt von lateinisch 'texere' und bedeutet "weben, flechten, kunstvoll zusammenfügen". Texte sind gewachsene Webstücke: mit dem längs verlaufenden Kettfaden (der Aufbau oder die Struktur) werden die quer verlaufenden Schussfäden (die Worte und Sätze) verknüpft.
Gut zu wissen, wie das Garn gesponnen und das Gewebe der Gebrauchstexte zusammengehalten wird: im Studium habe ich sowohl die phonetischen, syntaktischen als auch die semantischen Grundregeln und Gesetzmäßigkeiten kennen gelernt. Und ich kenne eines: die Regeln der Rechtschreibung. Wobei ich, ehrlich gesagt, die Regeln der neuen Rechtschreibung nur dann konsequent befolge, wenn es vom Auftraggeber gewünscht ist. Schließlich sollte die Schreibweise nicht den Lesefluss hemmen. Deshalb wende ich diejenigen der neuen Regeln, die den Leser irritieren, nur auf ausdrücklichen Wunsch an.
Viel wichtiger als Schreibweise ist ohnehin der Einsatz der Stilmittel nach allen Regeln der Kunst: was ein Chiasmus ist, welcher Unterschied zwischen Thema und Rhema besteht, wie Metaphern und Alliterationen in Werbetexten eingesetzt werden können oder ganz einfach wie ein Text aufgebaut und strukturiert sein sollte - das ist mir in Fleisch und Blut gegangen.
Dieses Basiswissen ist es, von dem Sie heute profitieren.
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